FAQ

 

Die häufigsten Fragen zum FRIENDS-Patenschaftsprogramm:

 

Die Friends Kinderhilfe International e.V. ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die eine monatliche finanzielle Unterstützung an die Begünstigten ausbezahlt und damit unmittelbar und persönlich die Versorgung eines Patenkindes sichert. Durch diese direkte finanzielle Hilfe kann vermieden werden, dass Kinder aus rein finanzieller Not zur Versorgung in Kinderheimen untergebracht werden müssen. Unser Patenschaftssystem zeichnet sich durch eine intensive und regelmäßige Betreuung der partizipierenden Kinder aus.

 

Wie wird ein Kind zum FRIENDS-Patenkind? Was bedeutet die Patenschaft für das Kind und dessen Familie und wie ist die angemessene Verwendung des Patenschaftsgeldes gewährleistet? Folgende Informationen geben Ihnen Aufschluss.

 

Wie wird ein Kind zum Patenkind?

 

Ist ein sri-lankisches Kind Waise oder Halbwaise und fehlt diesem nachweislich das Notwendigste zum Leben, so kann es in das Patenschaftsprogramm der Friends Kinderhilfe aufgenommen werden.

 

In einem ersten Schritt stellt der Vormund des Kindes (z.B. der Elternteil oder Verwandte bei dem das Kind lebt) einen Antrag bei der Friends Kinderhilfe vor Ort in Sri Lanka (nachfolgend FKI) und legt darüberhinaus eine Bestätigung der Bedürftigkeit einer örtlichen Behörde vor.

 

Daraufhin besucht ein Mitarbeiter unseres sri-lankischen FRIENDS-Teams das Kind zu Hause und im Kindergarten bzw. der Schule, um einen Eindruck über die Lebenssituation und den Bildungsstand des Kindes zu erhalten. Auf Grundlage der gesammelten Daten bewertet das Patenschaftsteam die Lebensumstände nach einem Punkte-Schema. Entsprechend der erreichten Punktzahl wird das Kind  in entsprechender Rangfolge in eine Warteliste eingeordnet, denn es gibt stets eine Vielzahl mehr äußerst bedürftiger Kinder als interessierte mögliche Paten.

 

Wenn eine Anfrage für eine Patenschaft bei der Friends Kinderhilfe eingeht, so erhält das Kind an erster Stelle der Warteliste fortan einen Kinderpaten und somit eine monatliche Unterstützung durch das FRIENDS-Patenschaftsprogramm.

 

Was bedeutet die Patenschaft für das Kind und dessen Familie?

 

Die Familie bzw. der Vormund des Patenkindes erhalten jeden Monat vor Ort einen festgelegten Betrag des Patenschaftsgeldes in sri-lankischen Rupies (circa 13,- Euro, je nach Wechselkurs) bar ausbezahlt. Von diesem Geld hat der Vormund monatlich 500,-sri-lankische Rupies (etwa 3 Euro) auf ein Sparkonto zugunsten des Kindes einzuzahlen. Der restliche Betrag soll ausschließlich zur Sicherung der Grundbedürfnisse des Kindes wie Nahrungsmittel, Kleidung oder Hygieneartikel sowie für die Bildung des Kindes ausgegeben werden.

 

Vom Patenkind selbst wird im Gegenzug ein ordentlicher, regelmäßiger Schulbesuch erwartet. Somit verpflichten sich in gewisser Weise auch das Kind und dessen Vormund  bestimmte Regelungen im Interesse des Kindes zu befolgen. Dies beinhält auch die Bereitschaft zur Kooperation mit den FKI-Mitarbeitern soweit es Belange der Patenschaft oder des Kindswohles betrifft. Mit dem Vollenden des achtzehnten Lebensjahres oder dem Ende der schulischen Ausbildung des Kindes endet die Patenschaft automatisch. Möchte ein Pate sein/ihr Kind weiterhin unterstützen, z.B. um diesem eine Ausbildung zu ermöglichen, so prüft das Patenschaftsteam die Lebenssituation des Kindes und informiert den Paten entsprechend.

 

Wie wird gewährleistet, dass das Patenschaftsgeld auch bestimmungsgemäß verwendet wird?

 

Durch regelmäßige Haus- und Schulbesuche sowie persönliche (sozial-) Beratungsgespräche mit dem Patenkind und dessen Vormund oder Familie, erhält das Patenschaftsteam stets aktuelle Informationen über die Lebenssituation des Patenkindes. Neben persönlichen Weihnachtsgrüßen des Kindes erhält jeder Pate im Laufe des Jahres eine aktuelle Information zur derzeitigen Situation des Patenkinds.

 

Bei Auffälligkeiten im Verhalten des Kindes oder des Vormundes, die nicht den Vorgaben der FKI entsprechen (z.B. wenn das Kind nicht regelmäßig zur Schule geht oder das Patenschaftsgeld zweckentfremdet verwendet wird),  behält sich das FKI-Team vor die Auszahlung des Patenschaftsgeldes kurzfristig einzustellen. Kind und Vormund werden aufgefordert sich an die vereinbarten Vorgaben zu halten. Die Friends Kinderhilfe wiederum setzt den Kinderpaten ggf. davon in Kenntnis.

 

Lassen der Bildungsstand, das Verhalten oder der Gesundheitszustand des Kindes den Schluss zu, dass das Kind oder die Familie sich weiterhin nicht an die Vereinbarungen halten, erstellt das FKI-Patenschaftsteam einen ausführlichen Bericht und empfiehlt möglicherweise die Patenschaft besser zugunsten eines anderen bedürftigen Kindes weiterzuführen.

 

FRIENDS-Patenschaftsprogramm: „Treue Freunde“ für notleidende Kinder

 

Der monatliche Beitrag für eine individuelle FRIENDS-Kinderpatenschaft beträgt  34,- € und wird im Einzelnen wie folgt verwendet:

 

34 € monatlicher Beitrag:

 

4 € anteiliger Mitgliedsbeitrag: FRIENDS steht für Transparenz und überschaubare Strukturen. Daher soll denjenigen, die sich durch eine Kinderpatenschaft derart nachhaltig engagieren, die Möglichkeit eines demokratischen Mitspracherechtes gegeben werden, welches die Basis unseres Vereins ist. Dennoch ist die Mitgliedschaft nicht verpflichtend und kann im Einzelfall herausgenommen werden.

 

13 € Individual-Anteil: Dieser Teil des Beitrages wird jeden Monat direkt vor Ort an das Patenkind bzw. dessen Familie, Vormund oder das Kinderheim, in welchem ihr Patenkind lebt, ausbezahlt. Es dient somit der direkten täglichen Versorgung des Kindes mit dem Nötigsten. Da das Patengeld durch die FRIENDS-Mitarbeiter persönlich ausbezahlt wird, die eigens hierzu die Patenkinder aufsuchen, ist zeitgleich eine aktuelle und regelmäßige Erfassung der Lebenssituation und der Fortschritte des Kindes gegeben. Die Kinder und ihre Familien werden stets individuell betreut und unterstützt und sind dabei angehalten, bestimmte Regeln als Voraussetzung für die Patenschaft einzuhalten. So muss z.B. monatlich auf ein eigens für das Kind angelegtes Sparkonto etwas zurückgelegt werden. Weitere Bedingungen sind regelmäßiger Schulbesuch und ggf. andere Bildungsmaßnahmen.

 

4 € Verwaltungskostenanteil: Jede Organisation muss Verwaltungskosten haben; anders ist der Erhalt eines guten „Geschäftsbetriebs“ völlig unmöglich. Dementsprechend entfällt ein geringer Anteil  von ca. 10% hierauf. Dieser Teil trägt zur anteiligen Finanzierung der Lohnkosten, der für das Patenschaftsprogramm  beschäftigten 4 Mitarbeiter in Sri Lanka bei.

 

13 € Projektkostenanteil: Ein weiterer, projektbezogener Anteil  des Beitrages fließt in den Unterhalt der jeweiligen Maßnahme, an welcher Ihr Patenkind wenn möglich partizipiert. So z.B. ein FRIENDS-Kindergarten-, Bildungs- oder Ausbildungsprogramm. Auch Programme zur Bewusstseinsförderung und Traumatherapie, an welchen die Kinder bei Bedarf teilnehmen, werden durch den Projektkostenanteil finanziert. Sollte ihr Kind nicht an einem o.g. Angebote partizipieren können, so fließt der Projektkostenanteil in den Patenschafts-Fonds. Aus diesem Fonds wird Patenkindern bei Bedarf ggf. eine weiterführende Ausbildung oder ein Studium finanziert. Somit ist es FRIENDS möglich, alle Patenkinder gleichermassen zu unterstützen bis sie tatsächlich auf eigenen Beinen stehen können.